Silber für Friedrich-Schiller-Universität Jena bei 68. Deutscher Hochschulmeisterschaft im Rudern 23.06.2015

– Conrad Guhl und Stefan Ebert holen Rang zwei im Männer-Doppelzweier in München

Mit zwei Booten gingen die Thüringer Hochschulen auf der Olympiastrecke Oberschleißheim bei München zur diesjährigen Ausgabe der Deutschen Hochschulmeisterschaften an den Start und schlugen sich dabei wacker. Nachdem sich Anja Ganzauge – gestartet im Einer für die Uni Weimar – nach dem Hoffnungslauf geschlagen geben musste, durften Conrad Guhl und Stefan Ebert für die FSU Jena als Zweite das Siegerpodest besteigen und verpassen damit nur knapp die Qualifikation zur Europameisterschaft im Hochschulrudern.

Für die Bauhaus-Uni Weimar stellte sich zunächst Anja Ganzauge im, unter Rudernden als besonders anspruchsvolles Boot bekanntem Einer, der 1000m langen Strecke. Mit einem ersten oder zweiten Platz hätte sich Ganzauge direkt für den Finallauf am Nachmittag des 21. Juni qualifizieren können. Dies gelang ihr jedoch nicht, weshalb sie nur kurze Zeit später im Hoffnungslauf alles auf eine Karte setzen musste. Hier hätte wiederum nur noch ein Sieg oder der zweite Platz den Einzug ins Finale sichern können. Letztlich musste sie sich jedoch dem leistungsstarken Feld geschlagen geben und erreichte trotz alledem einen ehrbaren vierten Platz im Hoffnungslauf. Unzufrieden mit ihrer Leistung bleibt sie nach eigener Aussage dennoch an diesem Wochenende.

Direkt für das Finale konnten sich Guhl und Ebert bereits am Vormittag mit einem sicheren zweiten Platz im Vorlauf qualifizieren. Das verschaffte ihnen eine vierstündige Erholungsphase vor dem Endlauf. Hier standen sie fünf Booten anderer Hochschulen gegenüber, wovon sich insbesondere die Boote der Uni's Dresden, Aachen und Bremen durch schnelle Vorlaufzeiten hervorgetan hatten. Mit dem Ziel angetreten an diesem Wochenende den Finallauf zu erreichen, hieß es nun doch, zumindest einem der drei schnellen Boote aus dem Vorlauf einen Podestplatz streitig zu machen. Noch am Start konnten die beiden Studierenden der FSU Jena einen klaren Vorsprung herausfahren und diesen sogar bis zur 500m-Marke halten. Mit näher kommendem Ziel schoben sich die Kontrahenten aus Dresden dann aber doch Stück für Stück am Jenaer Boot vorbei. Auf Höhe der Tribüne – dem letzten Streckenviertel – hatte Dresden bereits einen Vorsprung von einer halben Bootslänge vor den Jenaern. Diese halbe Länge haltend und einen letzten Angriff des Bremer Zweiers abwehrend, kamen Guhl und Ebert schließlich mit einem Rückstand von 00:01:07 als Zweite ins Ziel und verpassten nur knapp die Qualifikation zur Europameisterschaft im Hochschulrudern vom 09.-12. September in Hannover. Das ändert jedoch nichts daran, dass beide glücklich über ihren Erfolg und die Silbermedaille für die FSU Jena bei den 68. Deutschen Hochschulmeisterschaften sind.


By: Stefan Ebert