Eine Woche im Harz – und 5 Tage lag Schnee 13.03.2016

Es kommt wohl in diesem Winter schon einem Lotteriespiel gleich, langfristig ein Skilager zu planen und dann auch noch auf Schnee zu hoffen.

ung hatten aber die 21 Teilnehmer*innen und Betreuer*innen des Skilagers der Thüringer Ruderjugend nicht aufgegeben, als sie sich am 31. Januar auf den Weg Richtung Harz machten. Wie schon in den letzten Jahren war wieder die Skihütte des Skiklubs Oker in Torfhaus das Ziel der einwöchigen Ferienfreizeit.

Dank des Schneefalls am Anreisetag war es möglich, gleich nach dem Mittagessen die erste Runde auf Ski zu drehen. Leider war der Spaß am Abend schon vorbei, als der Schnee in Regen überging. Das hieß aber noch lange nicht, dass nun Langeweile einzog. In der Hütte gab es ein Kickerspiel, eine Tischtennisplatte, weitere Tischkickerspiele und unter anderem auch ein Ski-Ergometer für „Trockenskilaufen“. Allabendlich wandelte sich die Hütte in eine Spielhölle.

Tagsüber wurde an den ersten beiden Tagen, an denen kein Schnee lag, die Zeit genutzt für ein kleines Sportprogramm, Yoga, einen Wachs- und Skipflegekurs. Eine Wanderung am Montag führte die Jungen und Mädchen in fast unberührte Natur auf Wege, die abseits der Hauptwege lagen und auf denen sich im Winter selten Touristen verirrten. Außerdem wurde die Zeit zum Schlittschuhlaufen in Braunlage und zum inzwischen schon traditionellen Besuch des Nationalparkmuseums genutzt. Alle Teilnehmer*innen wussten, dass sie am Ende der Ferienfreizeit ein Quiz erwartet, und dass es sich lohnt, gut vorbereitet zu sein.

Am Dienstagabend ging der Regen wieder in Schnee über und auch am Mittwoch erwartete uns weiterer Schneefall. Die Wetteraussichten versprachen Besserung und damit einen geeigneten Tag, um auf den Brocken zu steigen. Alle wurden für die Strapazen belohnt, denn oben angekommen, riss die Wolkendecke auf und die Sonne kam hindurch. Nach dem Aufenthalt im Brockenhaus mit Mittagessen und Besuch des Museums war inzwischen ein weiter Blick übers Land vom Brocken möglich. Wir bekamen die raue Witterung zu spüren – es wehte eine kräftige Brise - und die Jüngsten (und Leichtesten) mussten aufpassen, nicht weggeweht zu werden.

Auf dem Heimweg kamen die mitgebrachten Rutschutensilien zum Einsatz, und alle konnten die herrliche Winterlandschaft genießen. Am Donnerstag und Freitag reichte der Schnee dann zum Skilaufen und so wurden gleich hinter der Skihütte die Ski angeschnallt. Insbesondere der Brockenweg war bestens zum Skaten geeignet. Später ging es dann zum Landesleistungszentrum Sonnenberge, um dort die guten Bedingungen zu genießen. Hier kamen alle – egal ob Anfänger oder Fortgeschrittene auf ihre Kosten. Für mache war es dann auch schon erstaunlich, dass man auch auf Ski ein kleines Handballspiel absolvieren kann. Den Abschluss bildete die Skitour um die Schneewittchenklippen. Es war bereits dunkel, als wir uns am Skizentrum verabschiedeten und in die Hütte zurück fuhren. Dort wartete die Auswertung des Quiz, bei dem alle ihr Wissen zum Skilanglauf, Skimaterial und zum Nationalpark unter Beweis stellen konnten.

Außerdem wurden die Sieger des Kickerturniers geehrt. Für alle Teilnehmer*innen gab es ein kleines Erinnerungsgeschenk. Am Samstag war dann nach der Hüttenreinigung das Skilager vorbei, und es ging wieder in die inzwischen triste und gar nicht weiße Heimat.

Der Termin fürs nächste Skilager beim Skiklub Oker ist bereits gebucht. An dieser Stelle sei dem Skiklub Oker für die Nutzung der Hütte sowie den Betreuer*innen Ines, Axel, Torsten und Beate gedankt, die auch dieses Skilager wieder zu einer schönen Zeit für alle Teilnehmer*innen werden ließen.


By: Beate Krause