22. Deutscher Ruderjugendtag 01.11.2016

Vom 28. bis 30. Oktober fand der 22. Deutsche Ruderjugendtag in Hamburg statt: Vorstandswahlen, Änderung der Jugendordnung und Bestimmungen für Jungen und Mädchen, BW-Konzepte auf dem Prüfstand ....

Geladen hatte die Deutsche Ruderjugend das höchste Organ, das die Jugendordnung der DRJ kennt. Vom 28. bis zum 30. Oktober fanden sich daraufhin über 100 Delegierte und Teilnehmer*innen in der Jugendherberge an der Horner Rennbahn in Hamburg zum 22. Deutschen Ruderjugendtag zusammen.

Auftrag der Delegierten aus den Bundesländern war es, einen neuen Vorstand für die nächsten zwei Jahre zu bestimmen. Mit Marc Brinkhoff als neuem Vorsitzenden, Achim Eckmann sowie Paloma Rüdel als Stellvertreter*innen und Caro Scipio, Jochen Kühner, Oskar Schütt und Onur Karaca hat sich ein frisches Team formiert, das motiviert die aktuellen Herausforderungen angehen will. Sie lösen den verdienten Vorstand um Vorsitzenden Alfred Zimmermann, Axel Eimers und Sven Gerken ab.  Diesen Anlass nutzend erhöhte der Deutsche Ruderverband, die Mutter der DRJ, längst überfällig den Sockelbetrag im Haushalt der DRJ um 10.000€ und honoriert damit die jahrelange aktive Jugendarbeit - eine Entscheidung die vom Ruderjugendtag mit großem Applaus begrüßt wird.

Im Fortgang der Veranstaltung beschlossen die Delegierten Änderungen der Bestimmungen für das Jungen- und Mädchen-Rudern. Nun gestatten die Bestimmungen neben den bekannten zulässigen zwei Rennen über eine Strecke von bis zu 1000m wahlweise auch drei Starts über bis zu 500m an einem Wettkampftag zu melden. Darüber hinaus können jetzt Schüler*innenmannschaften in explizit dafür ausgeschriebenen Rennen in Gig-Booten an den Start gehen. Bisher war dies so nicht möglich.

Eine Entscheidung zur Änderung der Jugendordnung hingegen verfestigt eine Praxis, die in den vergangenen zwei Jahren erprobt wurde: Mit der Bestätigung des Rudertages in Essen im November des Jahres kann der Vorstand dann bis zu zwei junge Menschen im Alter von 18 bis 27 Jahren kooptieren und so an das ehrenamtliche Engagement im Jugendverband der deutschen Ruder*innen heranführen.

Mit diesen Ergebnisse scheint einiges in Bewegung gebracht. Besondere Spannung versprechen dabei außerdem die Referate Freizeit- und Wanderrudern, sowie Sport: So wurde etwa eine neue Kooperation der DRJ mit dem WWF präsentiert, deren Highlights Jugendfreizeiten in Norwegen und an der Elbe sein werden. Ganz grundlegend steht auch das Konzept des Bundeswettbewerbs auf dem Prüfstand. Angeregt und die eigentlich Tagungszeit weit überschreitend wurde über Mindeststandards, die finanzielle Ausstattung des BWs und andere Änderungen diskutiert. Diese sollen nun weiter bearbeitet und schnellst möglich umgesetzt werden.


By: Stefan Ebert