Rudergewässer

Der Bleilochstausee bildet mit einer Länge von 28 km (von Harra bis Remtendorfer Bucht) und einem Wasservolumen von 215 Mio.m³ den größten Stausee in Deutschland und ist durch seine fjordähnliche Landschaft ein ideales Ruderrevier. Der Stausee erhielt seinen Namen von den Bleibergen bei Gräfenwarth, und er gehört zu einem 5-stufigen Saale-Stausystem.

In Saaldorf, einem Ortsteil von Bad Lobenstein, ist der Lobensteiner Ruderverein 1932 mit der Thüringen-Regattastrecke beheimatet. In Saallburg hat der Jenaer Kanu- und Ruderverein ein Bootshaus mit Übernachtungen und einigen Wanderruderbooten.Zur Planung von Wander- fahrten, Wanderungen und Radtouren können die Fritsch Wanderkarte 192 "Bleilochtalsperre" sowie der Gewässerkatalog unter www.rudern.de empfohlen werden.

Der Hohenwartestausee gehört ebenfalls zum Saale-Stausystem und fasst ein Wasser-
volumen von 182 Mio.m³. Von Ludwigshütte bei Ziegenrück bis zur Staumauer erstreckt sich das ca.22 km lange landschaftlich sehr schöne Ruderrevier. Leider befindet sich an diesem Stausee kein Ruderverein. Günstige Einsatzstellen für Wanderruderboote sind in Ludwigs- hütte und am "Alter" ( Saalthal-Alter ). Dort befindet sich auch ein Wassersport- und Frei- zeitzentrum mit Übernachtungsmöglichkeiten, einzusehen unter www.hohenwartestausee.de. Die Gewässerbeschreibung ist ebenfalls im Gewässerkatalog des DRV nachzulesen.

Die Talsperre Zeulenroda ist nun seit einem Jahr auch für den Wasser- und Rudersport freigegeben. Obwohl es keinen Ruderverein gibt, findet sich am Ufer des Stausees ein Hotel, das Ruderboote und später auch Rudertraining im Angebot hat. So kann man dort das volle Wohlfühl-Sporterlebnis im Boot und mit Entspannung genießen.

Im weiterem thüringischen Flusslauf der Saale ist lediglich eine kurvenreiche Strecke in Jena zwischen zwei Wehren ( ca.3,5 km ) für den Rudersport geeignet. Hier haben die Jenaer Rudervereine ihre "Hausstrecke". Für Wasserwanderer mit dem Kanu ist die Saale jedoch insgesamt ein besonders beliebter Fluss.

Ein weiteres empfehlenswertes thüringisch-sächsisch-anhaltinisches Ruderrevier ist
die Unstrut, ein Nebenfluss der Saale. Bei günstigem Wasserstand kann man bereits in Bretleben (km 78,5) Wanderruderboote einsetzen und flussabwärts bis zur Mündung bei Naumburg und weiter die Saale rudern. Empfehlenswert ist der Bootseinsatz in Roßleben (km 49,1) beim dortigen Ruderclub mit Anmeldung und Auskunft unter www.ruderclub-rossleben.de. Alle Schleusen sind nun rekonstruiert und ersparen mühsames Umtragen. Die Unstrut ist im Gewässerkatalog des DRV sowie in mehreren Wanderfahrtberichten im "rudersport" ausführlich beschrieben.

Wer weitere Gewässererkundungen in Thüringen unternehmen möchte, dem sei ein Hinweis auf das Kiesseengebiet nördlich von Erfurt und die revitalisierten Braukohle-Restlochseen im Altenburger Land sowie im angrenzendem Sachsen gegeben.